Die Hadriansvilla war die Sommerresidenz des römischen Kaisers. Hadrian ließ sie im 2. Jahrhundert bauen. Das riesige Gelände der Villa mit Wohnhäusern, Pavillons, Thermen, Fischteich und Tempeln befindet sich in den tiburtinischen Bergen bei Tivoli. Die Villa Adriana gehört seit 1999 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Hadriansvilla (Stadtplan)

Besichtigung Villa Adriana

Für eine Besichtigung durch das weitläufige Gelände der Hadrians Villa sollte man sich genügend Zeit nehmen. Wir empfehlen bequeme Schuhe für das Gehen auf unbefestigten Wegen und im sommer Sonnencreme und Sonnenhut. Man kann unterwegs ein kleines Picknick machen oder am Kiosk etwas kaufen. Die großen Grünflächen und Bänke laden zum Verweilen und Träumen ein von einer Zeit, die damals als sehr schnelllebig galt und in der sich große Entwicklungen und Veränderungen abspielten. Planen Sie ruhig ein paar Stunden für die Besichtigung der Hadriansvilla ein und genießen Sie das schöne Gelände und die Natur ringsum.

Tickets und Führungen Villa Adriana Rom

Aufbau der Hadriansvilla

Kaiser Hadrian ließ sich in den Jahren 118 bis 134 nach Christus eine Sommerresidenz bei Tivoli bauen. Es ist die Gestaltung eines alexandrinisches Gartens, der die Landschaften darstellt, die Handrian bereist hat. Mit einer Größe von 125 Hektar war die Villa Adriana der größte Landsitz eines römischer Kaisers. Die Position war optimal ausgewählt, Aquädukte und Thermalquellen sorgten für ausreichend Wasser auch im Hochsommer.

Aus den tiburtinischen Bergen wurde Frischwasser über vier Aquädukte herantransportiert. Das sorgte für eine Hygiene, die später, in den dunklen Zeiten des Mittelalters ihresgleichen suchte. Ein beliebtes Freizeitvergnügen der Römer war der Aufenthalt in den Thermen, die elegant geschmückt waren und die durch Sonne sowie durch Fußboden- und Wandheizungssysteme gewärmt wurden. Entsprechend des sozialen Standes der Bevölkerung gab es mehrere entsprechend mehr oder weniger luxuriös ausgestattete Thermen verschiedener Größe.

Auf dem Gelände der Villa Adriana lebten ca. 20000 Menschen. Zur Versorgung der einzelnen Einrichtungen mit Waren und Lebensmitteln waren unterirdische Gänge angelegt, in denen die Sklaven die Güter transportierten. Bis zu 7 m unter der Erde befinden sich die Versorgungsstraßen, ähnlich einem modernen Metronetz. Wie in einer Stadt gab es Feuerwache, Bibliothek, Arena für Gladiatorenkämpfe, ein griechisches Theater, einen Fischteich mit Frischfisch.

Einige der typischen Bauwerke und Gebäude der Hadrians Villa sollen an dieser Stelle näher erklärt werden.

Pecile, der Säulenplatz

Direkt an die nördliche Begrenzungswand der Villa Adriana mit dem großen Zugangstor eröffnet sich der Pecile, ein quadratischer Platz mit einem Becken in der Mitte und von Säulen umgeben.

Nach griechischem Vorbild wurde dieser rechteckige Kolonnengang in einem großzügigen Garten um einen künstlichen Teich angelegt. Dieser schattige Gang war bei Sonne und Regen als Spazierweg nutzbar und bot Ruhe und Einsamkeit, geschützt vor den Blicken von außen. Sieben Rundgänge entsprachen genau zwei Meilen (ca. 3 km). Die römische Medizin verordnete diese Art von Spaziergang nach dem Mittagessen.