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Piazza Navona Rom

Piazza Navona

Geschichte Piazza Navona

Kirche Sant' Agnese in Agone
Kirche Sant' Agnese in Agone

Piazza Navona befand sich in der Antike mitten auf dem Marsfeld Campo Marzio.

Piazza Navona ist auf den Ruinen des antiken Stadions des Domitian aufgebaut. Die heutige Form der Piazza Navona mit den langen Seiten und der abgerundeten Schmalseite im Norden spiegeln die Form des römischen Stadions wider.

Um 86 n.Chr. ließ Kaiser Domitian das Stadion als Leichtathletikarena für griechische Wettkämpfe bauen.
275 m lang und mehr als 100 m breit konnte das Stadion bis zu 30.000 Zuschauer in 2 Rängen aufnehmen. Die beiden Haupteingänge befanden sich in der Mitte der Längsseiten. Die Fläche in der Arena war komplett frei. Wo heute Häuser um die Piazza herum gebaut sind, befanden sich in der Antike die Zuschauerränge. In Piazza di Tor Sanguigna Nr. 13 sind noch Ruinen des ehemaligen Stadions zu sehen.

Um das Stadium herum waren Arkaden angeordnet, in denen Handwerker ihre Dienste anboten.

Die Statue Pasquino, die einst die Arena schmückte, ist noch heute in Piazza Pasquino an der Ecke des Palazzo Braschi zu bewundern.

Der Vierströmebrunnen von Bernini

Der größte Brunnen im Zentrum von Piazza Navona ist der Brunnen der 4 Flüsse, ein Werk Gian Lorenzo Berninis mit dem Obelisk in der Mitte.

Vierströmebrunnen von Gian Lorenzo Bernini
Vierströmebrunnen von Gian Lorenzo Bernini

Papst Innozenz X gab 1651 den Brunnen in Auftrag. Es wird berichtet, dass Gian Lorenzo Bernini ein Modell des Brunnens in Silber, ca. 1,5 m hoch, der Schwägerin des Papstes Donna Olimpia Maidalchini schenkte, die ihrerseits den Papst Giovanni Battista Pamphilj überzeugte, den Auftrag Bernini zu übertragen.

Obelisk vor der Kirche der Heiligen Agnes
Obelisk vor der Kirche der Heiligen Agnes

Der Vierströme brunnen - Fontana dei Quattro Fiumi - und stellt die vier Flüsse Donau (für Europa), Ganges (für Asien), Nil (für Afrika) und Rio della Plata (für Amerika) dar.

In weißem Marmor dominiert der Vierströmebrunnen die Piazza Navona. Das Vorbild für die überdimensionalen Figuren, die die wichtigsten Wasseradern der vier damals bekannten Kontinente repräsentieren, stammt aus der Antike. Auf einem Travertinfelsen in der Mitte sitzen die Allegorien aus Marmor, geschaffen von Bildhauern um Bernini in den Jahren 1648 bis 1651.

In die Mitte der Fontana dei Quattro Fiumi hat Bernini einen ägyptischen Obelisken integriert. Er wurde aus der Villa Massenzio in Via Appia Antica nach Piazza Navona geholt.

Die seitlichen Brunnen stellen den Kampf des Mohren mit einem Delphin (Fontana del Moro) und den Neptunbrunnen (Fontana del Nettuno) dar.

Mohrenbrunnen - Fontana di Moro

Auf der Südseite von Piazza Navona wurde von Giacomo della Porta die Fontana di Moro geschaffen. Den Auftrag dazu gab 1574 Papst Gregorius XIII.

Mohrenbrunnen Fontana di Moro
Mohrenbrunnen Fontana di Moro

Vier Tritonen aus Marmor sitzen im Brunnen als Fontänen. Der Brunnen wurde fast 100 Jahre später von Bernini erweitert, indem in die Mitte eine weitere männliche Figur zugefügt wurde, die einen Delphin an der Schwanzflosse hält, dem Wasser aus dem Maul sprudelt.

1874 wurde bei der Restaurierung des Brunnens die Figuren durch Kopien ersetzt und die Originalstatuen in den Park der Villa Borghese gebracht.

Neptunbrunnen - Fontana del Nettuno

Neptunbrunnen - Fontana del Nettuno
Neptunbrunnen - Fontana del Nettuno

Den nördlichen Part von Piazza Navona nimmt der Neptunbrunnen ein. Ebenso wie die Fontana di Moro wurde der Neptunbrunnen von Giacomo della Porta entworfen. Im Gegensatz zum Mohrenbrunnen, der sich unterhalb des Palazzo Pamphilj befand, erhielt der Neptunbrunnen aus Geldmangel ursprünglich keine Figuren. Erst 1873 wurde von Antonio della Bitta der Meeresgott Neptun dazugefügt, der einen Oktopus ersticht.

Meeresgott Neptun ersticht den Oktopus
Meeresgott Neptun ersticht den Oktopus

Kirche Sant' Agnese in Agone

Der Name der Piazza leitet sich wahrscheinlich aus dem antiken Term der griechischen Wettkämpfe Agon ab, was später zu Navona wurde. In der Mitte der Piazza Navona befindet sich die Barockkirche Sant’Agnese in Agone, was ebenfalls auf sportliche Agonistik verweist.

Die Kirche der Heiligen Agnes entstand im Mittelalter auf den Mauern des Domitianischen Stadions, aus der Arena wurde ein Platz für Pferderennen. Die Ursprünge gehen wahrscheinlich bis ins 8. Jh. zurück, Nachweise existieren ab 920 mit der Benediktinerabtei Farfa.

Die Legende berichtet, dass die heilige Agnes im Stadion des Domitian von ihren Verfolgern nackt zur Schau gestellt werden sollte. Wie durch ein Wunder umhüllte sich ihr Körper mit ihren langen Haaren und entzog sich damit den Blicken der Zuschauer.
Die heutige Kirche im barocken Baustil wurde unter Papst Innozenz X. (Giovanni Battista Pamphilj) beginnt der Neubau der barocken Kirche. Mitte des 17. Jh. wurden der Palazzo Pamphilj, ebenfalls in Piazza Navona und dann die Kirche S. Agnese erneuert.

Aus Tivoli und vom Forum Romanum wurde das Travertin geholt und der Marmor kam aus Carrara. Sitzstufen des Stadions wurden in der Fassade verbaut. Der Grundriss ist ein griechisches Kreuz. Die Wände des Innenraums sind mit weißem und rot gemustertem Marmor dekoriert.

Die Basilika Sant' Agnese in Agone wurde am 17. Januar 1672 geweiht.

 

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